Ein Entwickler ist kein Designer. Das klingt einleuchtend, oder?
Interessanterweise gehen Kunden trotzdem oft davon aus, dass der Entwickler das Design mitliefert oder sogar Inhalte in mehreren Sprachen erstellt und pflegt. Für einen Festpreis natürlich.
Auf meine Rückfrage folgt dann regelmäßig eine kurze Stille:
„Achso, stimmt. Aber das ist ja ziemlich viel Aufwand, den ich dann habe.”
Ja eben. Darum geht es. Eine App ist ein Business, wie jedes andere auch. Für unterschiedliche Aufgaben braucht es unterschiedliche Leute.
Was der Entwickler wirklich übernimmt
Der Entwickler sorgt dafür, dass ein Design in Software gegossen wird. Dass die Benutzeroberfläche an Programmlogik geknüpft ist. Er steht beratend zur Seite, informiert dich wenn er widersprüchliche Anforderungen findet (das passiert auch bei gut geplanten Projekten), und sorgt dafür, dass die Software gut gebaut ist. Wartbar und erweiterbar. Er berät dich zu technischen Möglichkeiten, zum Beispiel wenn ein Feature auf mehrere Arten mit unterschiedlichen Aufwänden umsetzbar ist. Und er ist Spezialist darin zu erkennen, was auf iOS oder Android Konvention ist und was nicht.
In anderen Worten: Er ist für den technischen Part zuständig. Nicht für den visuellen, nicht für den inhaltlichen, nicht für das Marketing.
Wir Entwickler können Sachen bauen, die sich für andere wie Magie anfühlen. Aber Zauberer sind wir nicht. Und vieles können andere schlicht besser. Hier ist es für dich wichtig zu sehen, wem du welche Aufgaben besser überlässt.