Jetzt mal ehrlich. Ist deine App-Idee gut? Ja? Nein? Woher weißt du das?
Es gibt zwei Gründe eine App zu bauen. Als Hobby, dann ist die Frage egal, solange du den Aufwand vertreten kannst. Oder als Business. Darum geht es hier.
Als Geschäft sind eigentlich drei Fragen entscheidend:
- Ist die Idee als Geschäftsidee gut? Löst sie ein echtes Problem? Macht sie das Leben bestimmter Leute besser, einfacher, effizienter?
- Ist eine App der richtige Weg, oder gibt es eine bessere Alternative?
- Wird die App so umgesetzt, dass das Potenzial der Idee wirklich transportiert wird?
Ist die Geschäftsidee gut, und braucht es wirklich eine App?
Da dieser Blog sich primär um die Umsetzung dreht, hier nur die wichtigsten Anhaltspunkte:
- Fülle ein Business Model Canvas aus.
- Mache eine Konkurrenzanalyse. Wer löst dieses Problem sonst noch, nicht unbedingt auf die gleiche Art, aber im Kern? Keine Konkurrenz ist tendenziell ein schlechtes Zeichen.
- Führe Umfragen durch.
- Gibt es alternative Wege das Problem zu lösen, ohne eine App zu haben?
Das klingt trocken. Aber wer es oberflächlich angeht, baut die falsche Sache.
Das meiste Potenzial aus der Idee holen
Hast du die Grundlagen geklärt und bist überzeugt, dass eine App der richtige Weg ist? Gut. Dann kommt es auf vier Faktoren an:
Die App macht eine Sache und diese wirklich gut. Sie macht diese Sache für eine spezifische Zielgruppe besonders gut. Sie ist zuverlässig. Und als Bonus stimmen die Details: Animationen, Mikrointeraktionen, Sounds.
Eine Sache. Richtig gut.
Mehr Features machen eine App nicht besser. Sie machen sie voller, komplizierter, schwerer zu bedienen. Du weißt noch gar nicht, wie deine Benutzer die App tatsächlich nutzen, welche Wege sie gehen, wo sie hängen bleiben. Mehr Optionen bedeuten mehr Ablenkung auf diesem Weg.
Schau dir die Apps an, die du selbst täglich nutzt. Was ist das Kernprinzip? Was ist „Zeug drum rum”? Wie halten diese Apps den Prozess klar?
Starte mit dem Wesentlichen. Beobachte. Bau dann aus.
Deine Zielgruppe und ihre Situation
Du solltest deine Kunden kennen. In welchem Kontext wird die App genutzt? Auf der Couch? In der Bahn? Draußen, unterwegs zu Fuß? In einer Werkstatt? Im OP? Beim Joggen?
Ist die App wirklich so gebaut, dass sie den Benutzer in dieser Situation abholt? Sind die Buttons groß genug um mit einer Hand getippt zu werden? Sind die Arbeitsschritte so angeordnet wie der Benutzer wirklich denkt?
Je besser du das verstehst, desto besser kannst du Details so zuschneiden, dass sich Benutzer verstanden fühlen.
Details: ein Bonus, kein Ersatz
Animationen, schöne Übergänge, Mikrointeraktionen, Sounds: das alles macht eine App lebendiger. Und du kannst dort Aufwand ohne Ende versenken.
Aber es sind schwarze Löcher. Man kann immer noch was hübscher machen. Und hübscher ist nicht unbedingt besser. Diese Dinge lohnen sich erst, wenn alles andere solide steht. Vorher sind sie der Versuch, eine fehlende Basis zu kompensieren. Benutzer merken das und fragen sich, warum der Aufwand nicht in die wichtigen Sachen geflossen ist.
Steck Aufwand rein. Aber behalte die Balance im Blick.
Zusammenfassung
Die wichtigste Vorarbeit dreht sich um Business-Fragen: Gibt es einen Markt? Macht es Sinn, eine App zu bauen? Erst dann kommt die Frage, wie du es als App am besten umsetzt. Entwickler und Designer helfen dabei. Das wichtigste Asset bist du: dein Verständnis für den Kunden und was ihn wirklich glücklich macht.