Du willst also eine App - Teil 1

Einstieg in die Welt der App-Entwicklung: Was macht eine App anders als eine Webseite, welche Schritte stehen an und warum ist es ein größeres Unterfangen?

Jan Mensch Jan Mensch ·
Du willst also eine App - Teil 1

Diese Artikelserie richtet sich an alle, die noch keine Erfahrung mit der Entwicklung von Smartphone-Apps oder Softwareentwicklung im Allgemeinen haben.

Eine App zu entwickeln ist ein deutlich größeres Unterfangen als eine Webseite zu erstellen. Das ist keine Schreckensmeldung – aber eine wichtige Erwartungskorrektur, bevor du in ein Projekt einsteigst.

Diese Artikelserie erklärt, was auf dich zukommt: Von der ersten Frage „Warum überhaupt eine App?” bis zu den Kosten und der langfristigen Wartung.

Was diese Serie abdeckt

Die Serie behandelt alle zentralen Fragen rund um App-Entwicklung:

  • Schritte in der Entwicklung einer App
  • Warum überhaupt eine App – und wann reicht eine Webseite oder Web App?
  • Android, iOS oder beides? Nativ, Cross-Platform oder Hybrid?
  • Was ein Entwickler für dich tun kann und was nicht
  • Von der Idee zum Design
  • Entwicklung und Wartung: zwei paar Schuhe
  • Was kostet eine App?

App vs. Webseite vs. Web App: Was ist der Unterschied?

Für Webseiten gibt es viele fertige Tools: WordPress, Shopify, diverse Baukästen. Diese Werkzeuge müssen nur konfiguriert werden – der eigentliche Code ist bereits vorhanden.

Apps funktionieren grundlegend anders. Smartphones und Apps sind deshalb so erfolgreich, weil Apps konkrete Funktionen abbilden und stark auf den einzelnen Nutzer zugeschnitten sind. Eine App zeigt in der Regel nicht allen Nutzern denselben Inhalt – sie reagiert auf den Nutzer, seinen Kontext und seine Aktionen.

Außerdem können Apps Dinge, die eine typische Webseite nicht kann:

  • Interaktion mit Kamera oder Mikrofon
  • Zugriff auf Bluetooth
  • Empfangen von Push-Nachrichten
  • GPS-Positionsdaten nutzen
  • Im Hintergrund aktiv sein (z. B. Musik abspielen, Downloads fortführen)

Es gibt aber auch was zwischen Apps und Webseiten: Web Apps. Das sind Anwendungen, die ähnlich wie Apps funktionieren, aber im Browser laufen. D.h. die Web App ist per Link erreichbar und es ist egal, ob du die Web App auf dem Smartphone oder auf dem Laptop benutzt.

Die Vorteile von Web Apps sind:

  • Per se Cross-Platform (funktionieren überall und in jedem Browser, egal ob iOS, Android, Laptop, Desktop) und dadurch günstigere Entwicklung.
  • Kein Review von Apple und Google nötig.

Web Apps bieten dafür einige Funktionen nicht, die native Apps bieten, wie Media-Player-Integration, Hintergrundaktivität, Push-Benachrichtigungen, Offline-Support usw.

Warum es kein “App-WordPress” gibt

Für Webseiten gibt es Themes und Plugins, weil alle Webseiten im Kern dasselbe tun: Inhalte anzeigen. Die Funktion ist immer gleich, nur Aussehen und Inhalt variieren.

Apps hingegen sollen etwas tun – und dieses Tun ist bei jeder App anders. Eine Liefertracking-App, eine Workout-App und eine Außendienst-Fahrer-App haben völlig unterschiedliche Funktionen und Logiken. Ein Entwickler muss die App von Grund auf entwickeln. Es gibt kein konfigurierbares Template dafür.

Das macht eine App zu einem größeren Projekt als eine Webseite – und das sollte man wissen, bevor man startet.


Häufig gestellte Fragen

Was ist der Hauptunterschied zwischen einer App und einer Webseite? Eine Webseite zeigt in der Regel Inhalte an. Eine App bildet Funktionen ab: Sie reagiert auf Nutzereingaben, speichert Daten, greift auf Gerätehardware zu und bietet personalisierte Erlebnisse. Deshalb gibt es für Apps keine fertigen Templates wie für Webseiten.

Kann man statt einer App auch eine Web App bauen? Manchmal ja. Wenn keine der typischen App-Funktionen benötigt wird (Bluetooth, Push-Nachrichten, GPS, Offline-Nutzung, Kamera etc.), kann eine Web App die einfachere und günstigere Lösung sein. Wann eine App wirklich sinnvoll ist, behandelt der Artikel „Warum überhaupt eine App?”.

Für wen ist diese Artikelserie gedacht? Für alle, die eine App entwickeln lassen möchten und noch keine Erfahrung mit Softwareentwicklung haben. Die Serie erklärt die wichtigsten Entscheidungen und Phasen eines App-Projekts ohne technischen Fachjargon.

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